Bergmann Elektro-Paketwagen BEL 2500
Bergmann-Elektricitäts-Werke, Berlin
Baujahr 1927

Bergmann Elektro-Paketwagen BEL 2500, Gesamtansicht


In der Frühzeit des Nutzfahrzeugbaus war das Rennen zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor noch unentschieden, da letztere noch nicht sehr weit entwickelt waren. Insbesondere im Stadtbetrieb mit häufigen Stopps war der Elektromotor durchaus im Vorteil, auch wenn man damals die Abgasbelastung noch nicht so ernst nahm wie heute. So kam es, dass die Deutschen Postämter zu den häufigsten Anwendern solcher Fahrzeuge gehörten.

Im Volksmund wurden die Fahrzeuge »Suppentriesel« genannt. Der Aufbau des Fahrzeugs ist im wesentlichen eine Holzkonstruktion, die Nutzlast betrug etwa zwei Tonnen.

Die Fahrzeuge waren sehr robust gebaut und hatten dadurch eine eine lange Nutzungsdauer. Der durch den Krieg hervorgerufene Mangel an geeigneten Fahrzeugen trug dazu bei, dass solche Fahrzeuge mit leichten Umbauten bis 1968 im Einsatz waren.

Mit der Inventarnummer 1/1984/0306 gehört der Elektro-Paketwagen dem Deutschen Technikmuseum Berlin. Untergebracht ist er in der restaurierten Schnelltriebwagen-Halle an der Monumentenbrücke (Monumentenstr. 15, gegenüber der Einmündung Kreuzbergstr.).
Nur an den Sonntagen im September gibt das Deutsche Technikmuseum mit Hilfe seines Fördervereins allen Interessierten Gelegenheit, sich die Schätze der Abteilung Kommunalverkehr anzuschauen.

Bergmann Elektro-Paketwagen BEL 2500, Rückansicht Bergmann Elektro-Paketwagen BEL 2500, Fahrerhaus
Technische Daten (Angaben in Klammern entsprechen dem Maßstab 1:87)
Länge 5.200 mm (59,8 mm)
Breite 1.950 mm (22,4 mm)
Höhe 3.100 mm (35,6 mm)
Leergewicht 3.560 kg
Nutzlast etwa 2 Tonnen

[STARTSEITE]


Fotos: Klaus Kosch, 14.09.2003,
Deutsches Technik Museum, Berlin